Bedburger Strukturwandelprojekt

erhält zweiten Stern

Bedburger Strukturwandelprojekt mit zweitem Stern der Zukunftsagentur ausgezeichnet

Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier verlieh in seiner Sitzung am 2. Oktober 2020 20 weiteren Strukturwandelprojekten aus dem „Sofortprogramm PLUS“ den zweiten von insgesamt drei Sternen, darunter auch dem Klimaschutzprojekt „Bedburg - Grüner Wasserstoff-Hub im Nordrevier“ der Stadt Bedburg und ihrer Kooperationspartner, der innogy Westenergie GmbH, TH Köln, NPROXX Jülich GmbH sowie der DEM GmbH. Damit gilt das Projekt nun als „tragfähiges Vorhaben“.

Bürgermeister Sascha Solbach: „Was für eine super Nachricht mitten im Strukturwandel! Mit dem zweiten Stern haben wir eine grundsätzliche Förderempfehlung für unser Projekt erhalten – damit sind wir unserer Idee von Wasserstoff als Braunkohle der Zukunft einen weiteren Schritt nähergekommen. Bis zum Jahresende wollen wir nun letzte Konkretisierungen vornehmen und nach Erhalt des dritten Sterns mit einem Förderbescheid an den Start gehen. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, denn diese Bewertung erhalten nur Projekte, die dem Strukturwandel kurzfristig dienen, Arbeitsplätze schaffen oder Zukunftstechnologien hier vor Ort vorantreiben.“

Mit dem Projekt „Bedburg - Grüner Wasserstoff-Hub im Nordrevier“ verfolgt die Stadt Bedburg im Verbund mit Wirtschafts- und Wissenschaftspartnern das Ziel, den Überschussstrom aus dem Windpark Königshovener Höhe zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff zu verwenden und diesen über ein Multi-Use-Power2Gas-System beispielsweise für Betriebe in dem neuen Gewerbegebiet an der BAB 61 zu nutzen. Aber auch die Nutzung für Mobilität (bspw. Busflotten, LKW, Gabelstapler) sowie die Beheizung und Bestromung von Wohn- und Gewerbebauten sind angedacht. Dabei möchte man demonstrieren, wie regenerativ erzeugter Wasserstoff für unterschiedliche gewerbliche Verwendungsrichtungen (z. B. Mobilität, Strom oder Nutzwärme) kosteneffizient verfügbar gemacht werden kann, der Wirkungsgrad der Konversion durch Einbindung der Prozesswärme in die lokale Wärmeversorgung erhöht werden kann und wie das technische System zum Erhalt der Stromversorgungsqualität im regionalen Energiesystem beitragen kann.

Im Rahmen des Test- und Pilotverbundvorhabens werden nach Kenntnis der Verbundpartner erstmals in Deutschland ein technisches Verfahren, ein Ökosystem und Dienstleistungen entwickelt, deren Kern die sichere, kosteneffiziente Bereitstellung von „grünem“ Wasserstoff für marktliche oder netz- bzw. systemdienliche Verwendungszwecke ist